Pomodoro-Technik: So schreibst du viel und schnell in kurzer Zeit

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Bestimmt hast du schon einmal etwas von der Pomodoro-Technik gehört. Das ist eine wunderbar einfache, aber enorm effiziente Methode, „Schreibsprints” hinzulegen und Wörter anzuhäufen. Eine wirklich gute Möglichkeit, im NaNoWriMo vorwärtszukommen – und nicht nur da.

Wie funktioniert die Pomodoro-Technik?

Das ist ganz einfach. Du brauchst nur eine Stoppuhr.

  1. Stelle deine Stoppuhr auf 25 min. Dies ist die Zeitspanne, die angeblich ein Mensch konzentriert und ohne Ermüdung durcharbeiten kann. Natürlich sind wir Menschen verschieden und so kann es sein, dass du vielleicht nur 20 min schaffst oder sogar 40 min. Probiere es aus. Aber die 25 min sind ein guter Richtwert.
    Jetzt arbeite bitte 25 min äußerst konzentriert. Jegliche Ablenkung ist verboten. Also auch nicht nebenher essen oder trinken oder gar im Netz gucken. Sollte die Wohnung in Flammen aufgehen, rufe aber bitte trotzdem die Feuerwehr.
    Das war die erste Pomodoro-Einheit.
  2. Jetzt darfst du fünf Minuten Pause machen. Hol dir einen Kaffee oder Tee. Wenn dein Wecker nach den 5 min klingelt, fange wieder bei Schritt 1 an.
  3. Das Ganze machst du 4 x hintereinander und bist nach 2 Stunden fertig. Jetzt solltest du eine längere Pause von 30 min machen, wenn du weitere Pomodoro-Einheiten anfügen willst.

Das klingt einfach, oder?

Hier noch ein paar Tipps, damit das Ganze noch effizienter läuft

  1. Überlege dir vorher, wie viele Pomodoro-Einheiten du machen willst. Es ist unmöglich, den ganzen Tag ununterbrochen Pomodori (Das ist der Plural. Pomodoro heißt übrigens auf italienisch Tomate*) zu machen. Irgendwann ist es nämlich Sense mit der Konzentration, auch wenn diese Technik das Bestmögliche aus dir herausholt. Und damit du nicht zu früh schlappmachst, lege vorher fest, wie viele Einheiten du heute hinlegen möchtest.
  2. Wenn du beim ersten Mal unsicher bist, ob du durchhalten kannst, fange mit einer Pomodoro-Einheit an. Und wenn das gut geklappt hat, hänge eine weitere an. Und so weiter.
  3. Stelle sicher, dass du nicht gestört wirst. Das Ganze macht wenig Sinn, wenn alle zwei Minuten die Kinder ins Arbeitszimmer stürmen. Schließe ab und ruf die Familienmitglieder zur Ordnung.
  4. Stelle sicher, dass du genügend Arbeit für ein paar Pomodoro-Sprints hast. Also wenn du nur noch eine Szene zu schreiben hast und dein Buch ist dann fertig, ist das nicht sinnvoll. Oder wenn du nicht weißt, wie es nach der Szene weitergeht – dann kannst du auch nicht weiterschreiben, sondern musst erst einmal brainstormen. Dies kann dich empfindlich aus dem Arbeitsprozess herausreißen.
  5. Entscheide dich für eine Arbeitstechnik. Um bei dem Beispiel von gerade eben zu bleiben: Entweder plottest du konzentriert – oder du schreibst. Beides zu verbinden ist viel weniger produktiv als sich auf eine Art der Aufgabe zu konzentrieren.
  6. Passe die Pomodoro-Technik auf deinen Arbeitstyp an. Ich zum Beispiel finde die 5min-Pausen ziemlich kurz. Stattdessen gönne ich mir 8 min und hab dann wirklich das Gefühl, wieder erholt weiterarbeiten zu können. Die 25 min hingegen finde ich ziemlich passend. Aber wie gesagt, vielleicht guckst du schon nach 15 min auf die Uhr und sehnst dich nach einer Pause, oder du bist frustriert, wenn du schon nach 25 min zu einer Pause gezwungen wirst. Alles ist möglich.
  7. Du darfst flexibel sein. Solltest du feststellen, dass du nach 25 min nur noch zehn Sekunden Zeit brauchst, um einen Gedankengang abzuschließen, dann hängst du natürlich noch etwas Zeit dran.
  8. Allerdings: Pausen sind Pausen. Die dienen zum Erholen und nicht, um andere Arbeit zwischendurch zu erledigen. Also lass es, deine Mails zu checken oder in Facebook zu linsen, dies verführt sowieso nur dazu, die Pausen unbeabsichtigt zu verlängern, weil man sich nicht losreißen kann. Mach lieber ein paar Kniebeugen oder trinke etwas. DAS dient wirklich der Erholung! Die Pausen sind wichtig, um danach konzentriert weiterarbeiten zu können.
  9. Setze dich während der Arbeitsphase nicht unter Druck. Du brauchst nicht auf die Uhr zu schauen und zu denken, ach herrje, in zwei Minuten klingelt der Wecker und ich muss noch diesen Satz zu Ende feilen … das wäre kontraproduktiv. Den Satz kannst du auch im nächsten Zyklus oder am nächsten Tag beenden. Du darfst in Ruhe grübeln und feilen.

*Die Pomodoro-Technik heißt so, weil ihr Erfinder Francesco Cirillo einen Küchentimer in Tomatenform benutzte

Hast du schon einmal mit der Pomodoro-Technik gearbeitet? Schaffst du dadurch mehr in kürzerer Zeit? Teile es gerne unten in den Kommentaren mit uns.

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