Gängige Klischees in Liebesromanen, Krimis und Fantasy

Gängige Klischees in Liebesromanen, Krimis und Fantasy

Achtung, Klischees!

 

Ich lese viel. Das finde ich ganz wichtig für Autoren. Aber mittlerweile bin ich kritischer geworden und lese nicht jedes Buch zu Ende.

Stoße ich schon auf den ersten Seiten auf Klischees, die mir das Gähnen entlocken – weg damit. Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar.

Viele Bücher sind einfach nur Abklatsch von gängigen Klischees. Die Handlung – puh, nein danke.

 

Warum gibt es so viele Klischees in Büchern?

Tja, keine Ahnung. Waren die Autoren zu faul, sich gedanklich anzustrengen? Vielleicht sind sich viele der Klischeefalle gar nicht bewusst. Vielleicht haben sie zu wenig Fantasie (eher unwahrscheinlich bei Autoren). Vielleicht glauben sie auch, man könne nur Erfolg haben, wenn man gängige Klischees bedient, denn „die Leserinnen und Leser erwarten so etwas“. Vielleicht schreiben sie für die breite Masse? Kopieren Harry Potter, Twilight, Herr der Ringe und andere Bestseller?

Was sind denn aber nun gängige Klischees? Ich habe mal herumgestöbert und bin auf Folgendes gekommen:

 

Häufige Klischees in Büchern

Ich habe es mal unterteilt in Genres. Aber sicher gibt es da ebenso Überschneidungen.

  

Liebesromane

 Die Protagonistin

Ganz furchtbar sind diese Klischee-Protagonistinnen, besonders häufig anzutreffen in New Adult Romanen.

Die Protagonistin ist ein Mauerblümchen, eine Außenseiterin, hatte noch nie Sex, bis sie den Mann ihrer Träume trifft. Dieser sieht natürlich umwerfend aus, ist der Obermacho, aber er erwählt sie (völlig unlogisch – ein Mauerblümchen!) und sie verbringen den Rest ihres Lebens miteinander.

Die Protagonistin ist tollpatschig, sympathisch chaotisch, und hält sich natürlich nicht für besonders hübsch. Siehe Twilight: die Protagonistin Bella war für mich extrem nervig. Aber solche Protagonistinnen kriegen trotzdem den tollsten Mann der Welt … und mausern sich zu einer Schönheit. Besonders in Filmen zum Abgewöhnen.

 

Die Spiegel-Szene

Protagonistin guckt sich im Spiegel an und beschreibt sich selbst. Na schön, Frauen gucken öfter kritisch in den Spiegel, aber so eine Szene wirkt total künstlich und dient nur dem offensichtlichen Zweck, das Aussehen der Heldin dem Leser nahezubringen.

 

Liebe auf den ersten Blick

Peng – es hat geknallt. Und das schon bei der ersten Begegnung. Bestimmt sind sie auch zusammengestoßen, sie hat etwas fallengelassen und er hebt es auf. Oder er hebt sie auf. Ein tiefer Blick – und schon ist es passiert.

Schlimm ist auch, wenn man gar nicht nachvollziehen kann, was denn die Anziehung zwischen den beiden ausmacht – siehe Bad Boy und Mauerblümchen. Man hat das Gefühl, die beiden sollen sich jetzt verlieben, weil die Autorin und der Plot das so will.

 

Die Liebe wird nicht wahrgenommen

Der, auf den es die Protagonistin abgesehen hat, entpuppt sich am Ende des Romans als Idiot. Die wahre Liebe war aber die ganze Zeit wie ein Schatten neben ihr … wahrscheinlich der gutaussehende Nachbar(-sjunge), der ihr womöglich noch helfen soll, den Auserwählten zu kriegen. Oder aber der Sandkastenfreund, der treu wie ein Dackel immer zu ihr gehalten und an dessen Schultern sie ihren Kummer ausgeweint hat.

 

Die Wette

Uff. Brauche ich dazu noch was zu sagen? Die Jungen wetten, wer das Mädel herumkriegt, und derjenige verliebt sich natürlich.

 

Aus Hass wird Liebe

Auch schon häufig vorgekommen. Protagonistin und Protagonist hassen einander, müssen aber aus irgendeinem (fadenscheinigen) Grund zusammenarbeiten. Wie das endet, ist sowas von klar.

 

Der erste „richtige“ Sex wird ewig hinausgezögert

Meist zum Ende des Romans. Immer kommt etwas dazwischen, oder die Protagonistin hat plötzlich Bedenken. Die Spannung steigt so ins Unerträgliche … und die Genervtheit der Leserinnen auch.

 

Sie können nicht zusammenkommen

Ja, klar, wenn sie ohne Probleme zusammenkämen, gäbe es keine Geschichte. Aber muss das immer so an den Haaren herbeigezogen sein? Meistens sind die Gründe fadenscheinig, nicht nachvollziehbar, eben ein gaaaaanz großes Missverständnis.

Das hat mich z.B. im zweiten Band von Ayla und das Tal der Pferde von Jean M. Auel

total genervt. So viele seltsame Missverständnisse … und im dritten Band, als sie endlich zusammengekommen waren, geht es grad so weiter. Alle Probleme hätten mit einem einzigen Gespräch gelöst werden können.

 

Der männliche Love-Interest vereint alle männlichen Klischees

Zum Beispiel ist er gutaussehend, unwiderstehlich arrogant, alle Frauen träumen von ihm, er ist ein bisschen gefährlich und so weiter. Richtig reich ist er auch noch und lebt in einer riesigen Villa mit seiner extravaganten Familie.

 

Die beste Freundin

Ja, seufz. Jede Protagonistin hat eine allerbeste Freundin, der sie ihr Herz ausschütten kann. Meist gibt sie ihr coole Ratschläge, weil sie mit Männern viel mehr Erfahrung hat und von der Protagonistin insgeheim beneidet wird.

 

Das Gespräch dreht sich nur um Männer

Mannomann. Aber es ist tatsächlich so. Es gibt Romane, wo sich Frauen untereinander echt nur über Männer austauschen. Mädelsabend … es geht um Männer. Beim Sport … guck mal dort, der sexy Typ … und so weiter.

 

Die Konkurrentin

Sie sieht aus wie ein Traum, schart eine Menge anderer gackernder Mädels um sich, die sie natürlich anhimmeln, ist redegewandt und selbstsicher. Trotzdem – wie seltsam – kriegt sie nie den Traumboy. Der ist ja für das Mauerblümchen.

 

Die Dreiecksbeziehung

Da ist dieser eine Typ, mit dem kommt die Protagonistin zusammen. Aber plötzlich taucht da noch einer auf. Es gibt Probleme zwischen dem Paar, sie verliebt sich in den zweiten und trennt sich (oder umgekehrt). Dann gibt es ein ewiges Hin- und Her, die Protagonistin kann sich nicht entscheiden, aber am Schluss kehrt sie meist reumütig zum ersten zurück. Variationen kommen vor, aber das Muster ist das gleiche.

 

Neue Schule

Wie oft habe ich das bitteschön schon gelesen? Die Protagonistin kommt an eine neue Schule und verliebt sich dort in den Platzhirsch.

Variation: Ein geheimnisvoller Junge kommt neu an die Schule. Düster, undurchsichtig, aber ungeheuer attraktiv.

 

Die Klischeefalle am Ende

Alles ist gut, sie haben sich gekriegt, sogar ganz ohne Klischees – aber dann. Aus der selbstbewussten Macherin wird plötzlich das unterwürfige Frauchen, das brav zuhause auf den Traumtypen wartet und zufrieden ist, die kleine Frau an der Seite ihres Übermannes zu sein.

 

Fazit zu den Liebesroman-Klischees

Eigentlich ist das Grundmuster eines Liebesromans immer gleich. Zwei werden zusammenkommen und davor gibt es Hindernisse. Nun ist die Herausforderung für die Autorin oder den Autor, diese Probleme möglichst klischeefrei zu halten. Geht das überhaupt?

 

Kommen wir nun zu Krimis und Thrillern

 

Der Kommissar

Leicht vertrottelt, aber brillant. Natürlich mit tragischer Familienkonstellation. Meistens ist seine Ehe/Beziehung gescheitert und meistens weil sich der Kommissar sich tags und nachts so vorbildlich für seinen Job einsetzt, dass leider keine Zeit mehr blieb, um die Ehefrau zu hätscheln.

Als nächstes entwickelt er dann Alkoholprobleme oder andere Süchte. Oder die sind vorher schon da und die Ehe ist (auch) aus diesem Grund gescheitert. Beides keine gute Wahl.

 

Der neue Kollege

Nimmt meistens den Platz des im Dienst verstorbenen engen Vertrauten des Kommissars ein. Meistens hassen sie sich am Anfang, aber nachdem sie einen Fall miteinander lösen mussten, raufen sie sich zusammen. Gähn.

 

Der Täter

Er hatte eine schwere Kindheit. Prima, schon muss der Autor nicht mehr viel erklären, warum er seine ganzen Verbrechen begeht – er hatte doch eine schwere Kindheit!

 

Wichtige Information kommt nicht an

Jemand teilt aus Boshaftigkeit oder Vergesslichkeit dem Kommissar nicht mit, dass ein wichtiger Anruf kam. Oder aber eine wichtige Nachricht verschwindet, z.B. aus Versehen in den Papierkorb geworfen. Oder das Handy hat plötzlich keinen Empfang mehr (ist heutzutage sowieso mehr als unwahrscheinlich) … ach ja.

Klar, wenn die Info den Kommissar erreichen würde, wäre die Geschichte aus. Geht das nicht anders!?

 

Gedächtnisverlust

In zig Büchern gelesen – ich persönlich kenne keinen einzigen Menschen, der sowas erlebt hat. Nicht mal jemand, der jemanden kennt, der so was erlebt hat. Sprich, es ist so unwahrscheinlich, und trotzdem wird dieses Klischee immer wieder bedient.

 

Täter entwischt immer knapp

Eine Verfolgungsjagd endet mit Sicherheit erfolglos, denn auch dann wäre die Geschichte aus. Sollte sie nicht gerade höchst dramatisch inszeniert am Ende stattfinden, kann man davon ausgehen, dass der Täter entwischt. Oder aber der Kommissar (oder wer auch immer den Verbrecher jagt) kommt genau ein paar Sekunden zu spät (wohin auch immer) und der Täter konnte flüchten. Oder so ähnlich. Und das am besten mehrmals hintereinander.

 

Prolog aus Tätersicht

Auch schon oft gelesen. War vielleicht mal irgendwann originell, aber jetzt (finde ich) nicht mehr.

 

Der Täter erklärt seinen Plan

Der Kommissar wird vom Täter gefangengenommen und aus lauter Eitelkeit prahlt der Verbrecher mit seiner genialen Tat. Bitteschön, wie realistisch ist das denn? Auch wenn er sich sicher fühlt – ist der Typ wirklich so dumm?

 

Neu eingeführter Charakter wird umgebracht

Gefällt mir auch nicht wirklich. Da liest man ein paar Seiten über den Typen und dann ist er gleich wieder fort. Am besten noch, nachdem man so richtig anfängt, ihn zu mögen oder zu hassen.

 

Der Zeuge wird umgebracht

Natürlich kurz bevor er aussagen konnte und der Fall somit zu Ende wäre. Wie passend.

 

Unrealistische Handlung

Der Kommissar schießt daneben, lässt den Täter aus Mitleid laufen, kriegt eine Axt auf den Kopf, rennt aber weiter, ist übergewichtig, holt den Verbrecher aber „fast“ ein, schlägt mit der Schulter eine Tür ein, und so weiter.

 

Kurzes Zwischenfazit zu den Krimis

Ich schreibe (gottseidank) keine Krimis. Bei der Recherche dachte ich mir nur, es ist höllisch schwierig, bei Krimis realistisch und klischeefrei zu bleiben. Hut ab vor (guten) Krimi-Autoren.

 

Fantasy-Romane

Vampire

Seit Twilight so einen großen Erfolg hatte, schossen Vampir-Bücher wie Pilze aus dem Boden. Na schön, nichts gegen die Vampire, aber leider werden sie immer auf die gleiche klischeehafte Weise dargestellt: Sie heulen herum, eigentlich wollen sie kein Blut, aber sie müssen und sie suchen sich ja nur die bösen Menschen aus …

 

Elfen, Zwerge, Orks

Auch sie werden oft klischeemäßig beschrieben: Die spröden, kühlen Elfen, die grummeligen ruppigen Zwerge und die bösen Orks.

Natürlich müssen für gute Fantasy nicht immer neue Rassen erfunden werden. Auch das ist ja nervig und läuft oft drauf hinaus, dass einfach nur neue Namen für die gleichen Stereotypen verwendet werden. Wenn man Elfen, Zwergen und Orks gut entwickelt und ihnen Persönlichkeit verleiht, denke ich schon, dass sie eine Daseinsberechtigung in guter Fantasy haben.

 

Der Auserwählte (meist sowieso ein „er“)

Das hat mich schon immer gestört: Irgendwann entdeckt der junge Held, dass er auserwählt ist. Nur er kann die Welt retten. Und er hatte bisher nie den leisesten Schimmer davon … und meistens jammert er, dass sein Leben nun auf den Kopf gestellt wurde und er doch lieber gerne so normal wie alle anderen wären …

 

Die Welt retten

Apropos Welt retten: Ich habe mich schon immer gefragt, ob es da nicht etwas Alternatives gibt oder ob das Genre High-Fantasy sich ausschließlich darüber definiert, dass die Welt zu retten ist? Bisher ist mir nur ein einziges Buch untergekommen, das im High-Fantasy-Genre spielt und wo es nicht darum geht, die Welt zu retten. Leider habe ich den Titel vergessen. Es war der erste Band einer Reihe, die der Autor leider nie zu Ende geschrieben hat.

 

Die Eltern sind tot

Irgendwie scheinen Eltern bei den Aktivitäten der jungen Fantasy-Helden zu stören. Die würden sie wahrscheinlich abends um 21 Uhr ins Bett schicken, anstatt sie die Welt retten zu lassen. Daher verzichten viele Autoren dankend auf so nervige Spaßverderber und verlegen sie gleich von vorneherein ins Grab.

Oder aber sie sind tot, damit der Held nicht weiß, dass er der Auserwählte ist …

Es wäre eigentlich realistischer, die Eltern in die Geschichte zu integrieren. Überlege mal, wie man das hinkriegt, ohne spießig zu werden. Normale Eltern machen sich nämlich Sorgen um ihre Sprösslinge, weil sie sie lieben.

 

Mittelalterliches Setting

Eigentlich ist nicht direkt das Setting das Problem. Meist lehnt man sich als Fantasy-Autor an das Mittelalter an, weil der Lesende schon gewisse Vorstellungen damit verbindet und man so nicht alles einhundert Mal neu erklären muss. Außerdem schwingen gewisse romantische Vorstellungen und Ideale mit, auf die man als Autor natürlich gerne zurückgreift.

Aber gute Fantasy muss nicht immer mittelalterliche Züge tragen und mit Pfeil oder Schwert ausgetragen werden. Es gibt da eigentlich viele Möglichkeiten, wenn man sich abseits von ausgetreten Pfaden bewegen möchte!

 

Das Frauenbild

Leider gibt es wirklich wenig Fantasyromane, in denen Frauen die Protagonistinnen sind. Nichts gegen Harry Potter, aber es hätte gerne auch eine Harriet Potter sein können. Oder diese Bei-Frauen wie in Herr der Ringe, die einfach nur da sind, um die Quote zu erfüllen und schön auszusehen. Wenn sie denn Kriegerinnen sind, sind sie grausam und lesbisch wie Xena, die Kriegerprinzessin oder tragen kaum mehr als einen Metallbikini wie Red Sonja.

Man sollte auch meinen, das Prinzessin-Klischee, die vom Helden gerettet wird, hätte sich langsam überlebt, aber leider nein.

 

Das Menschenbild

Meist wird dem Helden, der selbstverständlich ein Mensch ist, vorgeworfen, dass die Rasse Mensch so schwach und verworfen ist. Der Protagonist selbst ist natürlich eine Ausnahme, nämlich mit allen Tugenden eines männlichen Helden ausgestattet, edelmütig, stark, bescheiden, großzügig, …

 

Der alte weise Mentor

Sie heißen Gandalf, Dumbledore und Obi Wan Kenobi. Nicht nur, dass es alles weißhaarige runzlige Männer sind, nein, sie lieben es auch, sich in Schweigen zu hüllen und anzudeuten, dass sie zwar alles wissen, dass aber der Held noch nicht für dieses Wissen bereit ist.

Gut, um Lebenserfahrung weiterzugeben, braucht man ein gewisses Alter. Auch ist die Figur des Mentors ein Archetyp, aber das heißt nicht, dass er alt, grauhaarig, weise und rätselhaft sein muss!

Und den Mann durch eine Frau zu ersetzen, ist zu einfach. Nicht schlecht fand ich den versoffenen Mentor Haymitch von Katniss aus Tribute von Panem. Mal was erfrischend anderes.

 

Der Antagonist

Der Böse ist meistens ein Zauberer, wird begleitet von einem bulligen, hässlichen Diener oder hat zumindest einen gewieften Zauberer an seiner Seite.

 

 

Fazit zu den Fantasy-Klischees

Es ist schwierig, die Gratwanderung zwischen Lesererwartungen und neuen Ideen hinzubekommen. So ganz ohne Klischees wird wohl kein Fantasy-Autor auskommen. Aber richtig gute Fantasy-Romane spielen mit den Klischees, man merkt, dass die Autorin sich Gedanken dazu gemacht hat. Es werden nur ausgewählte Klischees eingesetzt und diese dann mit überraschenden Wendungen gewürzt.

 

Wie kann man Klischees vermeiden?

 

Erst mal ist es gut, wenn man überhaupt weiß, was der Leserin ein Gähnen entlockt. Das ist hiermit geschehen, du hast den Artikel durchgelesen. Allerdings besteht hier kein Anspruch auf Vollständigkeit. Falls du noch weitere gängige Klischeefallen kennst, gerne unten in die Kommentare.

Solche Klischees also möglichst nicht verwenden und falls doch, gehe einen Schritt weiter. Versuche mal, Klischees miteinander zu kombinieren. Vielleicht kommt da etwas Originelles heraus.

Des Weiteren gib dir Mühe beim Brainstormen. Wenn du beim Plotten bist oder ein Plotloch stopfen musst, gib dich nicht mit der erstbesten Idee zufrieden. Versuche, mindestens fünf bis zehn mögliche Lösungen für dein Problem zu finden. Wenn dir gar nichts mehr einfällt, suche trotzdem noch 3 Lösungen dazu.

Der Grund ist einfach: Die ersten Möglichkeiten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Klischees. Dein Gehirn ist eben auch faul und spuckt dir zuerst Sachen aus, die du häufig gelesen und gehört hast. Also das, was gängige Klischees sind. Das, was später kommt, kostet zwar Mühe (Denkarbeit!), aber es ist mit Sicherheit origineller und noch nicht häufig dagewesen. Genau das, was wir suchen.

 

Schlusswort

In guten Romanen findet man nur wenige Klischees und wenn, dann erzielen sie eine ganz andere Wirkung beim Leser als dieser erwartet. Daher ist es gut, wenn man sich schon beim Plotten des Romans Gedanken macht und nicht die erstbeste Idee verwendet. Klischees gibt es übrigens nicht nur auf inhaltlicher Ebene. Auch in der Sprache und beim Stil lassen sich Klischees aufspüren … aber das ist ein anderes Thema.

One thought on “Gängige Klischees in Liebesromanen, Krimis und Fantasy

  1. Rita Maffini

    Juli 6, 2020 at 4:09pm

    Ja, du sprichst mir aus dem Herzen!
    Grüße

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